Was ist der Fox ESS EQ3300 und wie funktioniert er?
Der EQ3300 ist ein DC-gekoppelter Speicher und wird direkt an die Batterieseite eines Hybrid-Wechselrichters angeschlossen. Überschüssiger Solarstrom lädt ihn tagsüber, abends und nachts versorgt er Ihre Verbraucher. Ein Turm besteht aus einem Master-Modul (EQ3300-M), das die Steuerung übernimmt, und bis zu fünf Erweiterungsmodulen (EQ3300-S). Die Zellen nutzen Lithium-Eisenphosphat (LFP). Fox ESS nennt eine Entladetiefe von 90 Prozent, also den Anteil der Kapazität, der regulär genutzt wird.
Modelle und Größen im Überblick
Jedes Set besteht aus einem Master-Modul und passenden Erweiterungsmodulen:
- EQ3300-L2: 6,4 kWh
- EQ3300-L3: 9,6 kWh
- EQ3300-L4: 12,8 kWh
- EQ3300-L5: 16,0 kWh
- EQ3300-L6: 19,2 kWh
- EQ3300-M Hochvolt-Batteriemodul und EQ3300-S Erweiterungsmodul mit je 3,20 kWh
Laut Handbuch gehören zu einem System genau ein Master und höchstens fünf Erweiterungsmodule.
Welche Größe passt zu Ihrem Bedarf?
Nutzen Sie die Faustregel 1 kWh Speicher je 1.000 kWh Jahresverbrauch. Ein Haushalt mit 3.500 kWh liegt beim Set mit 6,4 kWh richtig. Bei 5.000 kWh passen 9,6 kWh besser, und eine Familie mit 6.500 kWh wählt eher 12,8 kWh. Weil jedes Modul nur 3,20 kWh hat, treffen Sie Ihren Bedarf genauer als mit großen Modulen.
Kompatibilität mit Fox ESS Wechselrichtern
Fox ESS bezeichnet seine Hybrid-Wechselrichter als vollständig kompatibel mit den eigenen Hochvolt-Batterien. Infrage kommen die dreiphasigen Geräte aus der Kollektion Fox ESS Wechselrichter. Achten Sie darauf, dass die Turmspannung im Batteriespannungsbereich des Geräts liegt: Für den H3 Smart nennt das Datenblatt 100 bis 800 V, für den H3-Pro 150 bis 800 V. Wir prüfen Ihre Kombination gern vorab.
Installation und Erweiterung
Die Module werden gestapelt und per CAN mit dem Wechselrichter verbunden. Laut Handbuch braucht der Turm einen festen, ebenen Boden, Schutz vor direkter Sonne, Regen und Schnee sowie rundum 300 mm Abstand. Laden ist zwischen 0 und 55 °C möglich, Entladen zwischen minus 10 und 55 °C. Für eine Erweiterung sollen sich die Ladestände um höchstens 5 Prozent unterscheiden. Die Montage gehört in die Hände eines Elektrofachbetriebs.
EQ3300 oder EQ5000?
Beide Serien arbeiten mit Master- und Erweiterungsmodulen, unterscheiden sich aber deutlich. Der EQ3300 nutzt 3,20 kWh je Modul und endet bei 19,2 kWh. Der Fox ESS EQ5000 setzt auf 4,97 kWh je Modul und reicht in unseren Sets bis 29,82 kWh. Mit Wärmepumpe oder E-Auto ist der EQ5000 meist die bessere Wahl. Mischen dürfen Sie die Serien laut Fox ESS nicht.
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Worauf sollten Sie beim Kauf von Fox ESS EQ3300 Batteriespeicher achten?
Vor dem Kauf lohnt sich ein Blick auf einige zentrale Punkte.
Kapazität und Leistung
Kompatibilität
Garantie und Lebensdauer
Installation und Wartung
Häufig gestellte Fragen zu Fox ESS EQ3300 Batteriespeicher
Jedes Modul speichert 3,20 kWh, egal ob Master EQ3300-M oder Erweiterung EQ3300-S. Das kleinste Set mit 2 Modulen kommt auf 6,4 kWh, das größte mit 6 Modulen auf 19,2 kWh. Dazwischen wächst die Kapazität in gleichmäßigen Schritten von 3,20 kWh.
Ein System erreicht maximal 19,2 kWh. Laut Handbuch besteht es aus genau 1 Master und höchstens 5 Erweiterungsmodulen. Brauchen Sie absehbar mehr Speicher, etwa für Wärmepumpe und E-Auto, sollten Sie gleich zum EQ5000 mit größeren Modulen greifen. Ein späterer Serienwechsel ist teurer.
Er passt gut zu Haushalten mit 3.000 bis 7.000 kWh Jahresverbrauch. Nach der Faustregel 1 kWh je 1.000 kWh liegen Sie dann zwischen 6,4 und 12,8 kWh. Die kleinen Module helfen, keine Kapazität zu kaufen, die im Alltag ungenutzt bleibt. Erweitern können Sie später trotzdem.
Vorgesehen sind dreiphasige Hybrid-Wechselrichter von Fox ESS wie H3 Smart, H3-M oder H3-Pro. Die Turmspannung muss im Batteriefenster des Geräts liegen, beim H3-Pro laut Datenblatt 150 bis 800 V. Ein reiner Netz-Wechselrichter ohne Batterieeingang kann den Speicher nicht laden. Wir prüfen die Kombination gern für Sie.
Ja, solange der Turm 6 Module nicht überschreitet. Laut Handbuch sollen sich die Ladestände dabei um höchstens 5 Prozent unterscheiden, und das neue Modul sollte nicht älter als 12 Monate sein. Planen Sie die Erweiterung daher möglichst zeitnah nach dem Erstkauf. Ihr Installateur gleicht die Module vor dem Anschluss ab.
Fox ESS gibt eine Entladetiefe von 90 Prozent an. Von einem Set mit 9,6 kWh stehen Ihnen also rund 8,6 kWh im Alltag zur Verfügung. Die übrigen 10 Prozent bleiben als Reserve in der Batterie. Berücksichtigen Sie diesen Wert, wenn Sie die passende Setgröße für Ihren Abendverbrauch planen.
Fox ESS verlangt einen festen, ebenen Boden und rundum mindestens 300 mm Abstand für die Kühlung. Direkte Sonne, Regen und Schnee sind zu vermeiden. Gut geeignet sind Keller, Hauswirtschaftsraum oder Garage, sofern dort beim Laden mindestens 0 °C herrschen. Im Winter sollten Sie das bei einer Garage prüfen.
Nein. Das Handbuch untersagt, unterschiedliche Batterietypen zusammenzuschalten. Ein EQ3300-Turm besteht ausschließlich aus Modulen mit 3,20 kWh. Wer später deutlich über 19,2 kWh hinaus möchte, sollte deshalb von Anfang an zum EQ5000 mit 4,97 kWh je Modul greifen. So bleibt die Erweiterung unkompliziert.

