Die Anker Solarbank 3 Pro und die Solarbank 4 Pro E5000 stehen bei uns nebeneinander im Sortiment, und die Frage dazu lautet meistens: reicht die kleinere, oder brauche ich die große? Die Antwort hängt nicht am Baujahr, sondern an deiner Modulfläche und daran, wie viel Strom du abends verbrauchst.
Beide Geräte teilen sich dieselbe Idee: Speicher, Wechselrichter und vier MPP-Tracker in einem Gehäuse. Bei Kapazität und vor allem bei der Einspeisung trennen sie sich deutlich. Dieser Vergleich zeigt, wo die Unterschiede im Alltag zählen und wo sie nur auf dem Datenblatt gut aussehen.
Inhalt
- Zwei Klassen, nicht zwei Jahrgänge
- Die Unterschiede auf einen Blick
- 2,68 oder 5,02 kWh: welche Größe passt zu dir?
- Wie viele Module gehen dran?
- 800 VA, und was darüber passiert
- Dynamische Tarife, Smart Meter und die App
- Notstrom: 1.200 gegen 2.500 W
- Welcher Erweiterungsakku passt an welche Solarbank?
- Aufstellort, Wetter und Verluste
- Kurzentscheidung: wann die 3, wann die 4
- Fazit
- Häufig gestellte Fragen
💡 Das Wichtigste in Kürze
- Die Solarbank 3 Pro speichert 2,68 kWh und nimmt bis zu 3.600 W Solarleistung auf, die Solarbank 4 Pro speichert 5,02 kWh bei bis zu 5.000 W.
- Beide starten ab Werk mit 800 W Einspeisung und lassen sich in der App erhöhen. Der Deckel ist verschieden: 1.200 W bei der 3 Pro, 2.500 W bei der 4 Pro. Über 800 VA endet in beiden Fällen das vereinfachte Verfahren.
- Beim Notstrom stehen 1.200 W gegen 2.500 W am eigenen Off-Grid-Ausgang.
- Die Erweiterungsakkus der Solarbank-Reihe passen über die Generationen hinweg: der BP2700 passt auch an die 4 Pro, der BP5000 auch an die 3 Pro. Der BP7000 gehört dagegen zur Max-Linie und passt an keine von beiden.
- Anker nennt 6.000 Ladezyklen für die 3 Pro und 10.000 für die 4 Pro, bei beiden 10 Jahre Herstellergarantie und 15 Jahre Produktlebensdauer.
Zwei Klassen, nicht zwei Jahrgänge
Die Zahl im Namen verleitet dazu, die 4 Pro für den Nachfolger der 3 Pro zu halten. Das trifft es nicht. Anker verkauft beide parallel, und sie zielen auf unterschiedliche Anlagen.
Die Anker Solarbank 3 Pro, offiziell Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro, ist der Ausbau des klassischen Balkonkraftwerks. Sie liefert ab Werk die üblichen 800 W ins Hausnetz, holt aber mit vier MPP-Trackern deutlich mehr Solarleistung ein, als ein Standardgerät verkraften würde, und speichert den Überschuss für den Abend.
Die Solarbank 4 Pro verlässt diesen Rahmen. Sie ist so gebaut, dass sie sich vom Steckersolargerät bis zur angemeldeten PV-Anlage hochschalten lässt, mit entsprechend mehr Speicher, mehr Modulen und einem stärkeren Notstromausgang. Wer diese Möglichkeit nie nutzt, zahlt für Reserven, die im Alltag nichts bringen. Wer sie nutzt, bekommt ein System, das mit der Anlage mitwächst.
Die Unterschiede auf einen Blick
Die folgenden Werte stammen aus den Datenblättern und Handbüchern von Anker. Sie beschreiben das Grundgerät ohne Erweiterungsakkus.
| Merkmal | Solarbank 3 Pro | Solarbank 4 Pro |
|---|---|---|
| Speicherkapazität | 2.688 Wh | 5.024 Wh |
| Maximale PV-Leistung | 3.600 W | 5.000 W |
| MPP-Tracker | 4 | 4 |
| Module maximal | 8 | 12 |
| Einspeisung ab Werk | 800 W | 800 W |
| Einspeisung maximal | 1.200 W | 2.500 W |
| Laden aus dem Netz | 1.200 W | 2.500 W |
| Notstrom (Off-Grid) | 1.200 W | 2.500 W |
| Erweiterung laut Anker | bis 16,1 kWh | bis 30,1 kWh |
| Ladezyklen laut Anker | 6.000 | 10.000 |
| Schutzart | IP65 | IP66 |
| Gewicht | 29,2 kg | 50 kg |
| Herstellergarantie | 10 Jahre | 10 Jahre |
Tabelle: Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro und Solarbank 4 Pro E5000 im direkten Vergleich, Herstellerangaben, Stand August 2026.
Zwei Zeilen darin führen leicht in die Irre. Die Erweiterungswerte gelten jeweils für den Vollausbau mit fünf Akkus derselben Baureihe, dazu weiter unten mehr. Und die maximale PV-Leistung sagt nichts darüber, wie schnell der Speicher voll wird, dafür ist die Ladeleistung zuständig.
2,68 oder 5,02 kWh: welche Größe passt zu dir?
Der Wert, auf den es ankommt, steht nicht auf deiner Stromrechnung. Dein Jahresverbrauch hilft hier wenig, weil ein Speicher nur den Teil verschiebt, den du tagsüber erzeugst und abends brauchst. Interessant ist also deine Last zwischen Sonnenuntergang und dem nächsten Morgen.
Den Wert kannst du selbst ermitteln, ohne Messgerät. Lies deinen Zähler abends ab, wenn die Sonne weg ist, und noch einmal am nächsten Morgen, bevor sie wieder liefert. Die Differenz ist die Energiemenge, die ein Speicher in dieser Nacht überhaupt abdecken könnte.
Beispiel: so rechnest du es durch
Angenommen, dein Zähler zeigt zwischen 19 und 7 Uhr eine Differenz von 3 kWh. Dann trägt die Solarbank 3 Pro diese Nacht mit 2,68 kWh fast vollständig, und die 4 Pro liefe mit gut 40 Prozent Restladung in den Morgen.
Sind es dagegen 6 kWh, weil abends gekocht, gewaschen und ein Auto geladen wird, kommt die 3 Pro bei gleichmäßig verteilter Last nur bis kurz nach Mitternacht durch. Hier bringt die größere Kapazität einen echten Unterschied, oder eben ein Erweiterungsakku an der kleineren.
Wichtig bleibt die Gegenprobe: Ein Speicher nützt nur, wenn deine Module ihn auch regelmäßig füllen. Ein 5-kWh-Speicher an zwei Modulen steht die meiste Zeit halb leer und spart deshalb nicht mehr als ein passend gewählter kleinerer.
Wenn du das genauer durchrechnen willst, hilft dir unser Ratgeber zur richtigen Speichergröße weiter.
Wie viele Module gehen dran?
Beide Geräte haben vier unabhängige MPP-Tracker. Das ist der Grund, warum sich Module mit verschiedener Ausrichtung nicht gegenseitig ausbremsen: jede Gruppe arbeitet an ihrem eigenen Regler, der verschattete Strang zieht die anderen nicht mit runter.
Der Unterschied liegt darin, wie viel Modulleistung hineindarf. Die Solarbank 3 Pro nimmt insgesamt 3.600 W auf und arbeitet im Bereich von 16 bis 60 V. Über ein Y-Kabel hängst du zwei Module parallel an einen Port und kommst so auf bis zu acht Module. Die Solarbank 4 Pro schluckt 5.000 W, verteilt auf vier Eingänge mit je 1.250 W, und nimmt laut Anker vier bis zwölf Module auf.
Modulleistung ist nicht gleich Ladeleistung
Die 3.600 W beschreiben, wie viel Modulleistung du anschließen darfst. Wie schnell der Speicher davon gefüllt wird, ist eine zweite Zahl: das Grundgerät lädt allein mit bis zu 1.800 W, mit Erweiterungsakkus steigt dieser Wert. Mehr Module lohnen sich trotzdem, weil sie den Ertrag über den Tag verbreitern und die Einspeisung ins Hausnetz bedienen, während der Speicher lädt.
Eine Regel gilt für beide: Module werden parallel verschaltet, nicht in Reihe. Für die 4 Pro schreibt Anker das ausdrücklich so, und bei der 3 Pro führt der Weg über das Y-Kabel ebenfalls auf Parallelbetrieb. Der Grund ist in beiden Fällen die zulässige Eingangsspannung, die eine Reihenschaltung schnell überschreitet.
800 VA, und was darüber passiert
Hier wird es unübersichtlich, und hier kursieren zu beiden Geräten falsche Zahlen. Deshalb der Reihe nach.
Für ein Steckersolargerät gilt in Deutschland eine Grenze von 800 VA am Wechselrichter. Die Angabe steht bewusst in Voltampere und nicht in Watt, weil sich die Regel auf die Scheinleistung bezieht. Bei einem Leistungsfaktor von 1 sind beide Werte gleich, darunter nicht mehr.
Beide Solarbanken kommen ab Werk mit 800 W Einspeiseleistung und erfüllen damit die Bedingungen für das vereinfachte Verfahren. Und beide lassen sich in der Anker-App höher stellen. Der Unterschied liegt nicht darin, ob das geht, sondern wie weit: die Solarbank 3 Pro reicht bis 1.200 W, die Solarbank 4 Pro bis 2.500 W.
Sobald du über 800 VA gehst, endet in beiden Fällen der einfache Weg. Die Schuko-Steckdose ist dann nicht mehr zulässig, es braucht einen separat abgesicherten Stromkreis mit Wieland-Anschluss, eine eingetragene Elektrofachkraft und die Anmeldung als größere Anlage beim Netzbetreiber. Anker nennt diesen Betrieb bei der 4 Pro PluginPower 2.0 und weist bei der 3 Pro ausdrücklich darauf hin, dass oberhalb von 800 W eine fachgerechte Installation nötig ist. Das ist ein anderer Betriebsfall, kein Zubehörteil.
Vorsicht bei der Zahl 1.200 bei der Solarbank 3 Pro
Sie steht in den Anker-Unterlagen für drei verschiedene Dinge: die maximale Einspeiseleistung nach Umstellung in der App, die maximale Ladeleistung aus dem Netz und die Notstromleistung am Off-Grid-Ausgang. Diese drei Werte addieren sich nicht und lassen sich nicht gegeneinander aufrechnen. Wer eine 1.200-W-Angabe liest, sollte also nachsehen, welcher der drei gemeint ist. In den Spezifikationen nennt Anker als netzgekoppelten AC-Ausgang den Auslieferungszustand, also 800 W. Wie sich die Einspeiseleistung auf die Anmeldung auswirkt, steht in unserem Beitrag zur Balkonkraftwerk-Anmeldung.
Praktisch heißt das: Wenn du bei der Steckdose bleiben willst, verhalten sich beide Geräte gleich, und die höhere Einspeisung ist bei keinem von beiden ein Vorteil ab Werk. Sie wird erst zum Argument, wenn du den Aufwand mit Elektrofachkraft und Anmeldung ohnehin gehst. Dann sind 2.500 W deutlich mehr wert als 1.200 W.
Solarbank 3 Pro und 4 Pro bei 1ASOL
Du bist dir bei der Größe unsicher? Sag uns, wie viele Module du planst und was abends bei dir läuft, dann ordnen wir das gemeinsam ein.
- Beratung zur passenden Kapazität und Modulanzahl
- Beide Modelle im Sortiment, dazu die passenden Erweiterungsakkus
- Deutschsprachiger Support
Dynamische Tarife, Smart Meter und die App
Beide Solarbanken haben einen bidirektionalen Wechselrichter. Sie geben nicht nur ab, sie laden den Speicher auch aus dem Netz. Das lohnt sich vor allem mit einem dynamischen Stromtarif und im Winter, wenn die Module wenig liefern: laden, wenn der Strom günstig ist, entladen, wenn er teuer wird.
Die Solarbank 3 Pro lädt dabei mit bis zu 1.200 W, die 4 Pro mit bis zu 2.500 W. Der Unterschied entscheidet, wie viel du in ein günstiges Zeitfenster hineinbekommst. In zwei billigen Nachtstunden wandern bei der 3 Pro rechnerisch rund 2,4 kWh in den Speicher, bei der 4 Pro etwa 5 kWh. Beides sind Rechenwerte bei voller Ladeleistung und leerem Speicher, in der Praxis regelt die Ladekurve gegen Ende ab. Und wieder herausholen kannst du weniger, dazu unten mehr im Abschnitt zu den Verlusten.
Ihre volle Wirkung entfalten beide erst mit einem Smart Meter. Er misst deinen Hausverbrauch in Echtzeit, die Solarbank führt ihre Abgabe nach, und der Strom bleibt im Haus statt ungenutzt ins Netz zu fließen. Für die Solarbank 3 Pro nennt Anker neben dem eigenen Smart Meter auch Shelly 3EM und Shelly Pro 3EM als kompatibel, bei der 4 Pro kommt der Everhome Meter dazu. Der Zähler greift in den Hausstromkreis ein und gehört auf die Hutschiene im Verteiler, also in die Hände einer Elektrofachkraft. Wie so ein Zähler grundsätzlich arbeitet, erklären wir im Beitrag Smart Meter richtig nutzen.
Bei der Steuerung setzt Anker auf die eigene App, die Verbrauchs- und Wetterdaten auswertet und das Laden danach ausrichtet. Was das bei dir bringt, hängt an deiner Anlage, deinem Verbrauch und deinem Tarif.
Notstrom: 1.200 gegen 2.500 W
Beide Geräte haben neben dem Netzanschluss einen zweiten, netzunabhängigen Ausgang. Fällt der Strom aus, laufen die dort eingesteckten Geräte weiter. Der reguläre Anschluss ins Hausnetz ruht in dieser Zeit.
Die Solarbank 3 Pro liefert im Stromausfall bis zu 1.200 W. Das trägt Kühlschrank, Router, Licht und ein Notebook, und je nach Gerät auch eine Kaffeemaschine. Was darüber zieht, etwa ein Wasserkocher mit 2.000 W, bleibt aus. Die 4 Pro liefert 2.500 W dauerhaft und im Bypass bis zu 3.600 W, damit rückt diese Grenze für übliche Haushaltsgeräte weit nach oben.
Ein Punkt wird dabei oft falsch verstanden, und er gilt für beide: Aus diesem Ausgang wird keine Ersatzstromversorgung für die Wohnung. Deine Steckdosen bleiben im Stromausfall tot, weiterlaufen tut nur, was du direkt angesteckt hast. Wer das ganze Haus absichern will, braucht eine dafür geplante Installation. Die Unterschiede erklären wir in unserem Ratgeber zu Notstrom bei PV-Anlagen.
Eine Besonderheit nennt Anker für die 3 Pro: Solange das Netz vorhanden ist, lassen sich am Off-Grid-Ausgang Geräte mit bis zu 2.000 W betreiben, wobei fehlende Leistung automatisch aus dem Netz ergänzt wird. Die 1.200 W sind also der Wert, den das Gerät im echten Stromausfall allein stemmt.
Welcher Erweiterungsakku passt an welche Solarbank?
Hier hält sich hartnäckig ein Missverständnis, nämlich dass jede Solarbank ihren eigenen Akku hätte und man sich mit dem Kauf festlegt. Das stimmt so nicht.
Laut Anker nimmt die Solarbank 4 Pro bis zu fünf Erweiterungsakkus auf, und zwar wahlweise BP5000, BP2700 oder BP1600. Das Handbuch der 4 Pro führt auch den Betrieb ganz ohne BP5000 als zulässige Bestückung. Umgekehrt gibt Anker den BP5000 für die Solarbank 3 Pro und die Solarbank-2-Reihe frei.
Für dich heißt das zweierlei. Wenn du von einer älteren Solarbank umsteigst, dürfen deine vorhandenen Akkus mit an die neue. Und wenn du dich heute für die 3 Pro entscheidest, ist der Erweiterungsakku keine Sackgasse.
Eine Ausnahme gibt es, und sie kostet leicht Geld: Der BP7000 klingt ähnlich, gehört aber zur Solarbank-Max-Linie und passt an keines der beiden Geräte. Achte beim Nachkauf auf die genaue Bezeichnung.
Beim Mischbetrieb auf die Reihenfolge achten
Werden verschiedene Akkumodelle gestapelt, gibt Anker die Reihenfolge von unten nach oben mit BP1600, BP2700, BP5000 vor, um die maximale Ladekapazität zu erreichen. Auch der Wandabstand und die zu verwendenden Halterungen unterscheiden sich laut Handbuch je nach Bestückung. Ein Blick hinein vor der Montage spart hier Arbeit.
Eine Einschränkung gehört dazu: Die genannten Höchstwerte von 16,1 und 30,1 kWh gelten jeweils für fünf Akkus derselben Baureihe, also fünf BP2700 an der 3 Pro und fünf BP5000 an der 4 Pro. Für andere Bestückungen nennt Anker keine Gesamtkapazität, auch nicht für fünf BP5000 an einer 3 Pro. Wer in diese Richtung plant, fragt das besser vorher bei uns oder beim Hersteller nach, statt zu rechnen.
Auch die Ladeleistung ändert sich mit dem Ausbau. Die Solarbank 3 Pro lädt allein mit bis zu 1.800 W über die Solareingänge. Mit einem bis fünf BP2700 steigt dieser Wert auf bis zu 3.600 W, mit einem einzelnen BP1600 dagegen nur auf 2.800 W.
Aufstellort, Wetter und Verluste
Drei Dinge fallen erst nach dem Kauf auf, wenn man sie vorher nicht bedacht hat.
Das Gewicht. Die Solarbank 3 Pro wiegt 29,2 kg und misst 460 mal 254 mal 279 mm. Die 4 Pro bringt 50 kg auf die Waage, jeder BP5000 noch einmal 42 kg. Die kleinere trägt eine Person notfalls allein, bei der großen ist der Standplatz eine Entscheidung, die man nicht mal eben revidiert.
Das Wetter. Beide arbeiten laut Anker von -20 bis +55 °C und dürfen nach draußen, die 3 Pro mit Schutzart IP65, die 4 Pro mit IP66. Für den Betrieb bei Kälte nennt Anker bei beiden eine Akkuheizung. Ein wettergeschützter Platz schadet trotzdem nicht.
Die Verluste. Ein Speicher gibt nie ganz das zurück, was er aufnimmt. Für die Solarbank 4 Pro hat die PC-WELT in einem Praxistest vom 5. August 2026 über einen vollständigen Lade- und Entladezyklus aus dem Netz 15 bis 20 Prozent Verlust gemessen. Aus 10 kWh Ladung kommen also rund 8 bis 8,5 kWh zurück. Bei eigenem Solarstrom fällt das kaum ins Gewicht, weil die Energie sonst gar nicht genutzt würde. Wer aber gezielt günstigen Netzstrom einspeichert, muss diesen Aufschlag in seine Rechnung nehmen, auch bei den zwei Nachtstunden weiter oben. Für die Solarbank 3 Pro liegt uns kein vergleichbarer Messwert vor, Anker veröffentlicht dazu keine Angabe.
Kurzentscheidung: wann die 3, wann die 4
Suche die Zeile, die auf dich zutrifft, und lies ab, ob die Anker Solarbank 3 Pro dafür genügt.
| Deine Situation | Solarbank 3 Pro | Solarbank 4 Pro |
|---|---|---|
| Bis 8 Module geplant | passt | überdimensioniert |
| Mehr als 8 Module geplant | zu klein | passt |
| Es bleibt bei 800 VA und Schuko | passt | Reserve ungenutzt |
| Später bis 1.200 W einspeisen | passt | passt |
| Später mehr als 1.200 W einspeisen | zu wenig | passt |
| Notstrom für Kühlschrank und Licht | reicht | reicht |
| Notstrom auch für Wasserkocher | zu schwach | reicht |
Tabelle: Entscheidungshilfe zwischen Solarbank 3 Pro und Solarbank 4 Pro nach typischen Ausgangslagen.
Suchst du dagegen einen Speicher für eine bestehende Dachanlage und willst den Wechselrichter nicht tauschen, ist keines der beiden Geräte das richtige. Dafür gibt es die Solarbank Max AC, die auf der Wechselstromseite nachgerüstet wird.
Fazit
Die Anker Solarbank 3 Pro passt zum ausgebauten Balkonkraftwerk. 2,68 kWh decken einen normalen Abend, bis zu acht Module lassen sich anschließen, und mit den 800 W ab Werk bleibst du im einfachen Verfahren an der Steckdose. Wächst der Bedarf, kommt ein Erweiterungsakku dazu.
Die Solarbank 4 Pro lohnt sich dann, wenn du ihre Reserven wirklich abrufst: viel Modulfläche, hoher Abendverbrauch, Interesse an starkem Notstrom oder der konkrete Plan, später deutlich über 800 VA hinauszugehen. Alles Weitere zu diesem Modell, samt Anmeldung und den Messwerten aus dem PC-WELT-Praxistest, steht in unserem ausführlichen Artikel zur Solarbank 4 E5000 Pro.
Ein Punkt nimmt der Entscheidung die Schwere: Weil die Erweiterungsakkus der Solarbank-Reihe untereinander passen, legst du dich auf eine Größe fest, nicht auf ein geschlossenes System. Nur der BP7000 aus der Max-Linie bleibt außen vor.
Jetzt die passende Solarbank bei 1ASOL bestellen
Als offizieller Anker SOLIX Händler führen wir beide Modelle samt Erweiterungsakkus und Smart Meter. Fällt deine Wahl auf die größere, findest du sie auf der Produktseite der Solarbank 4 Pro.
- Persönliche Beratung zur passenden Speichergröße
- Erweiterungsakkus und Smart Meter direkt dazu
- Schnelle Lieferung und deutschsprachiger Support
Häufig gestellte Fragen
Was ist der wichtigste Unterschied zwischen der Solarbank 3 Pro und der 4 Pro?
Die Kapazität, 2,68 gegen 5,02 kWh. Bei der Einspeisung ist der Unterschied kleiner als oft dargestellt: beide kommen ab Werk mit 800 W und lassen sich in der App erhöhen, die 3 Pro bis 1.200 W, die 4 Pro bis 2.500 W. Oberhalb von 800 VA braucht es in beiden Fällen einen Wieland-Anschluss, eine Elektrofachkraft und die Anmeldung beim Netzbetreiber.
Passt der BP2700 auch an die Solarbank 4 Pro?
Ja. Anker führt die Solarbank 4 Pro als abwärtskompatibel zu den Erweiterungsakkus BP2700 und BP1600, bis zu fünf Stück insgesamt. Beim Stapeln verschiedener Modelle gibt Anker die Reihenfolge von unten nach oben mit BP1600, BP2700, BP5000 vor. Umgekehrt passt der BP5000 auch an die Solarbank 3 Pro. Nicht kompatibel ist der BP7000, er gehört zur Solarbank-Max-Linie.
Darf ich mit der Solarbank 4 Pro einfach 2.500 W einspeisen?
Nicht an der normalen Steckdose. Ab Werk liefert sie 800 W und erfüllt damit das vereinfachte Verfahren für Steckersolargeräte. Der höhere Wert lässt sich in der Anker-App einstellen, dann braucht es aber einen separat abgesicherten Stromkreis mit Wieland-Anschluss, den Anschluss durch eine eingetragene Elektrofachkraft und die Anmeldung als größere Anlage beim Netzbetreiber. Dasselbe gilt für die Solarbank 3 Pro, deren Deckel bei 1.200 W liegt.
Wie viele Solarmodule kann ich an die Solarbank 3 Pro anschließen?
Bis zu acht. Das Gerät hat vier PV-Eingänge, an jeden lassen sich über ein Y-Kabel zwei Module parallel anschließen. Der Arbeitsbereich liegt bei 16 bis 60 V, in Summe nimmt die Solarbank 3.600 W Modulleistung auf. Das ist die Anschlussgrenze, nicht die Ladeleistung: allein lädt das Grundgerät mit bis zu 1.800 W. Verschaltet werden die Module parallel, nicht in Reihe, sonst überschreitest du die zulässige Eingangsspannung.
Brauche ich für beide Modelle einen Smart Meter?
Zwingend nötig ist er nicht, beide arbeiten auch mit festen Zeitplänen. Ohne Smart Meter kennt die Solarbank deinen aktuellen Hausverbrauch aber nicht und kann die Abgabe nicht danach regeln. Für die Solarbank 3 Pro nennt Anker den eigenen Smart Meter sowie Shelly 3EM und Shelly Pro 3EM als kompatibel, bei der 4 Pro kommt der Everhome Meter dazu. Der Einbau erfolgt im Verteilerkasten durch eine Elektrofachkraft.
Quellen: Herstellerangaben von Anker SOLIX zur Solarbank 3 E2700 Pro und zur Solarbank 4 E5000 Pro, jeweils Produktseite, Datenblatt und Bedienungsanleitung. Messwerte zu den Rundlaufverlusten aus dem Praxistest der PC-WELT vom 5. August 2026. Stand des Artikels: August 2026.

