Anker SOLIX Solarbank Max AC 7 kWh: Test und Erfahrung 2026

Anker SOLIX Solarbank Max AC 7 kWh, Heimspeicher zum Nachrüsten bestehender PV-Anlagen

Die Anker SOLIX Solarbank Max AC richtet sich an eine Gruppe, die bisher oft leer ausging: Haushalte, die schon eine Photovoltaikanlage auf dem Dach haben, aber keinen Speicher. Bisher hieß das meistens, den Wechselrichter gegen ein Hybridgerät zu tauschen und dafür einen Elektriker zu bezahlen. Die Solarbank Max AC geht einen anderen Weg. Sie wird wechselstromseitig eingebunden, die bestehende Anlage bleibt unangetastet.

7 Kilowattstunden im Grundgerät, ein bidirektionaler 3,5-kW-Wechselrichter und ein Notstromausgang stecken in einem Gehäuse. Anker nennt es das weltweit erste 7-kWh-All-in-One-Plug-in-Heimspeichersystem. Was davon in der Praxis trägt, wo die Grenzen liegen und für wen sich das rechnet, steht hier.

💡 Das Wichtigste in Kürze

  • Die Anker SOLIX Solarbank Max AC speichert 7 kWh und wird wechselstromseitig eingebunden. Deine PV-Anlage und dein Wechselrichter bleiben, wie sie sind.
  • Der bidirektionale 3,5-kW-Wechselrichter übernimmt Laden und Entladen über denselben Anschluss.
  • Bei Netzausfall schaltet das System in unter 10 Millisekunden um und liefert bis zu 3,68 kW über eine Steckdose am Gerät.
  • Mit fünf Erweiterungsmodulen BP7000 wächst der Speicher auf 42 kWh.
  • Laut Anker 100 Prozent Entladetiefe, 10.000 Ladezyklen und 10 Jahre Garantie.
  • Den Roundtrip-Wirkungsgrad hat Anker bis heute nicht veröffentlicht. Mehr dazu weiter unten.

Was die Solarbank Max AC ist und für wen sie gedacht ist

Die meisten Balkonspeicher am Markt sind klein. Zwei bis fünf Kilowattstunden, ein paar hundert Watt Ausgangsleistung, gedacht für zwei Module am Geländer. Wer dagegen zehn Kilowatt Peak auf dem Dach hat, stößt damit schnell an eine Grenze: Mittags fallen drei bis vier Kilowatt Überschuss an, und ein kleiner Speicher nimmt davon nur einen Bruchteil auf. Der Rest geht für wenige Cent ins Netz.

Genau in diese Lücke zielt die Solarbank Max AC. Sie ist kein Balkonspeicher, sondern ein Heimspeicher im Plug-in-Format. Das Grundgerät fasst 7 kWh, der Wechselrichter arbeitet mit 3,5 kW in beide Richtungen. Damit landet ein großer Teil der Mittagsspitze im Speicher statt im Netz.

Der zweite Unterschied ist die Art der Einbindung. Sie wird nicht an die Solarmodule angeschlossen, sondern wechselstromseitig. Für dich heißt das: Egal von welchem Hersteller deine Anlage stammt und wie alt sie ist, an der Modulseite muss nichts umgebaut werden. Wie dieses Prinzip grundsätzlich funktioniert, haben wir im Ratgeber AC Speicher nachrüsten erklärt. Weitere Geräte findest du in unserer Kollektion Batteriespeicher für PV-Anlagen.

Technische Daten kompakt

Alle Werte in dieser Tabelle stammen aus Herstellerangaben von Anker SOLIX. Unabhängige Messwerte gibt es zum Zeitpunkt dieses Artikels noch nicht.

Merkmal Anker SOLIX Solarbank Max AC
Speicherkapazität Grundgerät 7 kWh
Erweiterbar auf 42 kWh mit fünf Modulen BP7000
Wechselrichter 3,5 kW, bidirektional
Notstromleistung bis 3,68 kW über Steckdose am Gerät
Umschaltzeit bei Netzausfall unter 10 Millisekunden
Spitzenleistung Grundgerät 5.250 W für 10 s, 7.000 W für 1 s
Entladetiefe 100 Prozent
Ladezyklen 10.000
Garantie 10 Jahre
Schutzart IP66, Korrosionsschutz C5-M
Betriebstemperatur -20 bis +55 Grad Celsius
Maße und Gewicht 670 x 356 x 325 mm, 73 kg
Kommunikation WLAN und RS485

Tabelle: Technische Daten der Anker SOLIX Solarbank Max AC nach Herstellerangaben.

Nachrüsten ohne Wechselrichtertausch

Wer vor zehn Jahren eine PV-Anlage gebaut hat, hat fast sicher einen reinen Netzwechselrichter ohne Batterieanschluss. Der klassische Weg zum Speicher führt dann über einen Hybridwechselrichter, und der kostet nicht nur Geld, sondern auch einen Eingriff in eine funktionierende Anlage. Warum das oft am Bedarf vorbeigeht, steht im Ratgeber Batteriespeicher nachrüsten ohne Hybridwechselrichter.

Die Max AC umgeht das. Sie sitzt hinter dem Zähler auf der Wechselstromseite und misst über einen Smart Meter, was im Haus gerade passiert. Steht Überschuss an, lädt sie. Steigt der Verbrauch über die Erzeugung, speist sie zurück ins Hausnetz. Dein bestehender Wechselrichter merkt davon nichts.

Ein Punkt, den du vorher klären solltest

Anker gibt an, dass sich das System unter bestimmten Voraussetzungen und nach den örtlichen Vorschriften selbst installieren lässt. Für den vollen Betrieb als Heimspeicher und die volle Leistungsabgabe ist in der Regel eine Fachinstallation nötig. In Deutschland liegt die Grenze für den reinen Plug-in-Betrieb bei 800 Voltampere. Alles darüber gehört in die Hände einer Elektrofachkraft, und die Anmeldung läuft dann anders. Sprich das vor der Bestellung mit deinem Elektriker durch.

Für wen 7 kWh reichen

7 Kilowattstunden klingen nach viel, aber die Frage ist immer, wie viel Strom du nach Sonnenuntergang verbrauchst. Denn genau dafür ist der Speicher da: Er verschiebt den Mittagsüberschuss in den Abend und die Nacht.

Weil Anker die 100 Prozent Entladetiefe angibt, kannst du mit der vollen Kapazität rechnen. Bei vielen Speichern bleibt eine Reserve gesperrt, die du mitbezahlst, aber nie nutzt. Hier laut Hersteller nicht.

Beispielrechnung: Vierpersonenhaushalt

Angenommen, ihr verbraucht 4.500 kWh im Jahr. Das sind rund 12,3 kWh am Tag. Wenn davon etwa die Hälfte in die Zeit zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang fällt, landest du bei ungefähr 6 kWh pro Nacht.

Die 7 kWh decken das an einem sonnigen Tag ab. Im Winter, wenn die Anlage den Speicher nicht mehr voll bekommt, sieht die Rechnung anders aus. Rechne den Abschnitt mit deinen eigenen Zahlen nach, die Verteilung zwischen Tag und Nacht schwankt je nach Haushalt stark. Eine ausführliche Anleitung dazu steht im Ratgeber PV Speicher Größe berechnen.

Grob gesagt: Für einen typischen Haushalt mit einer Dachanlage im Bereich von 8 bis 12 kWp ist das Grundgerät eine passende Größe. Wer eine Wärmepumpe oder ein Elektroauto versorgt, sollte gleich über ein Erweiterungsmodul nachdenken.

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Notstrom: was wirklich weiterläuft

Hier lohnt sich ein genauer Blick, weil rund um Notstrom viel durcheinandergeht. Der Speicher schaltet bei einem Netzausfall in unter 10 Millisekunden auf netzunabhängigen Betrieb um. So schnell, dass ein laufender Rechner das nicht mitbekommt. Er liefert dann bis zu 3,68 kW.

Der wichtige Zusatz: Diese Leistung kommt aus einer Wechselstromsteckdose am Gerät. Es handelt sich also um eine Notstromsteckdose, nicht um eine automatische Ersatzstromversorgung, die dein gesamtes Hausnetz weiterbetreibt. Was du im Stromausfall versorgen willst, steckst du dort an, oder deine Elektrofachkraft legt dafür einen eigenen Stromkreis. Den Unterschied zwischen Notstrom und Ersatzstrom haben wir im Ratgeber Notstrom bei PV-Anlagen ausführlich erklärt.

Interessant sind die Spitzenwerte, weil Geräte mit Motor beim Anlaufen deutlich mehr ziehen als im Betrieb. Anker gibt für das Grundgerät 5.250 W für bis zu 10 Sekunden und 7.000 W für bis zu 1 Sekunde an, laut Hersteller genug für die Anlaufströme von Pumpen und Kühlschränken. Kommt mindestens ein Erweiterungsmodul dazu, steigen diese Werte auf 7.500 W beziehungsweise 10.000 W.

Spitzenleistung Grundgerät allein Mit mindestens einer BP7000
Für bis zu 10 Sekunden 5.250 W 7.500 W
Für bis zu 1 Sekunde 7.000 W 10.000 W

Tabelle: Spitzenleistung mit und ohne Erweiterungsmodul, nach Herstellerangaben.

Von 7 auf 42 kWh erweitern

An das Grundgerät lassen sich bis zu fünf Erweiterungsmodule stapeln. Jedes bringt weitere 7 kWh, zusammen ergibt das 42 kWh. Die Module arbeiten mit LFP-Zellen und werden auf das Hauptgerät gesetzt, jedes Modul erhöht den Turm um 275 Millimeter.

Praktisch heißt das: Du kannst klein anfangen und später nachrüsten, ohne den Speicher zu ersetzen. Wer schon weiß, dass er mehr braucht, findet bei uns das Set aus Solarbank Max AC und einem BP7000 mit 14 kWh. Einzeln gibt es den BP7000 Erweiterungsakku ebenfalls.

Nur der BP7000 passt

Die Erweiterungsmodule der kleineren Solarbank-Reihen sind nicht kompatibel. Wenn du bereits eine Solarbank 2 oder 3 im Einsatz hast, lassen sich deren Akkus nicht an die Max AC hängen. Achte beim Nachkauf auf die genaue Bezeichnung BP7000.

Beim Gewicht solltest du realistisch planen. Das Hauptgerät wiegt 73 Kilogramm, jedes Erweiterungsmodul 63 Kilogramm. Ein Vollausbau mit fünf Modulen bringt also knapp 390 Kilogramm auf den Untergrund. Die Standmontage ist Standard, eine Sockelhalterung gibt es separat.

App, Anker Intelligence und dynamische Tarife

Gesteuert wird der Speicher über die Anker-App. Darin steckt Anker Intelligence, die Energiemanagement-Software des Herstellers. Zusammen mit einem dynamischen Stromtarif optimiert sie Laden und Entladen automatisch: Sie lädt, wenn Strom billig ist, und entlädt, wenn er teuer ist. Neu ist außerdem ein Sprachassistent namens Anka.

Die Tarifsteuerung wird oft unterschätzt. Ein Speicher, der auf Börsenpreise reagiert, verdient auch dann Geld, wenn die Sonne nicht scheint. Gerade im Winterhalbjahr, wenn deine Anlage den Speicher nicht mehr füllt, hält das die Wirtschaftlichkeit oben. Voraussetzung ist ein Tarif mit stündlich wechselnden Preisen und ein passender Zähler.

Für die Regelung nach dem Hausverbrauch brauchst du einen Smart Meter. Wir bieten die Max AC deshalb auch im Set mit dem Smart Meter Gen 2 an. Welche weiteren Zähler Anker freigibt, klärst du am besten kurz mit uns ab, bevor du ein vorhandenes Gerät einplanst.

Solarbank Max AC oder Solarbank 4 Pro E5000?

Beide Geräte tragen den Namen Solarbank, lösen aber unterschiedliche Aufgaben. Der Unterschied liegt nicht in der Größe, sondern im Anschlusskonzept.

Merkmal Solarbank Max AC Solarbank 4 Pro E5000
Einbindung Wechselstromseitig Solarmodule direkt am Gerät
Kapazität Grundgerät 7 kWh 5 kWh
Typischer Einsatz Bestehende PV nachrüsten Neue Balkonanlage
Erweiterungsakku BP7000 BP5000

Tabelle: Anschlusskonzept und Einsatzbereich der beiden Solarbank-Modelle im Vergleich.

Kurz gesagt: Hast du bereits eine PV-Anlage und willst nur einen Speicher dazu, ist die Solarbank Max AC das passende Gerät. Baust du dagegen neu und schließt Module direkt an, ist die Solarbank 4 Pro E5000 die richtige Wahl. Zu ihr haben wir einen eigenen Beitrag geschrieben: Anker SOLIX Solarbank 4 E5000 Pro im Test.

Und wenn du nur zwei Module am Balkon hast, ist die Max AC überdimensioniert. Ihre 3,5 kW spielen ihre Stärke erst bei größeren Anlagen aus.

Was Anker offen lässt

Zur Ehrlichkeit gehört, was nicht auf dem Datenblatt steht. Anker hat den Roundtrip-Wirkungsgrad zum Zeitpunkt der Produktvorstellung nicht veröffentlicht, und auch später ist keine Zahl nachgereicht worden.

Der Roundtrip-Wirkungsgrad sagt, wie viel von einer eingespeicherten Kilowattstunde wieder herauskommt. Bei AC-gekoppelten Speichern wird zweimal gewandelt, einmal beim Laden und einmal beim Entladen, deshalb liegt der Wert dort systembedingt niedriger als bei DC-Kopplung. Wie viel niedriger, lässt sich ohne Herstellerangabe oder unabhängige Messung nicht seriös beziffern. Wer dir eine Prozentzahl für dieses Gerät nennt, hat sie nicht von Anker.

Für deine Rechnung heißt das: Kalkuliere nicht mit der vollen Kilowattstunde. Ein Teil geht bei jeder Wandlung verloren, und dieser Teil ist hier noch nicht beziffert. Sobald Anker die Zahl nachreicht oder belastbare Messungen vorliegen, aktualisieren wir diesen Abschnitt.

Fazit zur Anker SOLIX Solarbank Max AC

Die Max AC schließt eine Lücke, die es tatsächlich gibt. Bestehende PV-Anlage, kein Speicher, keine Lust auf einen Wechselrichtertausch: Für diesen Fall ist sie gebaut, und 7 kWh mit 3,5 kW Lade- und Entladeleistung sind eine Größe, mit der ein normaler Haushalt etwas anfangen kann. Die Erweiterbarkeit auf 42 kWh nimmt dir die Entscheidung ab, gleich am Anfang die richtige Größe zu treffen.

Zwei Dinge solltest du vor dem Kauf klären. Erstens die Installation: Über 800 Voltampere hinaus brauchst du eine Elektrofachkraft, das gehört in die Kalkulation. Zweitens die Erwartung an den Notstrom. Es ist eine Steckdose am Gerät, keine Hausnotversorgung. Wer beides einplant, bekommt einen Speicher, der auch ohne Umbau der Anlage funktioniert.

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Häufig gestellte Fragen

Wie viel Speicherkapazität hat die Anker SOLIX Solarbank Max AC?

Das Grundgerät speichert 7 kWh. Mit bis zu fünf Erweiterungsmodulen BP7000 zu je 7 kWh wächst der Speicher auf maximal 42 kWh. Anker gibt eine Entladetiefe von 100 Prozent an, die Kapazität steht also vollständig zur Verfügung.

Brauche ich einen neuen Wechselrichter für die Solarbank Max AC?

Nein. Der Speicher wird wechselstromseitig eingebunden und hat einen eigenen bidirektionalen 3,5-kW-Wechselrichter an Bord. Deine bestehende PV-Anlage und ihr Wechselrichter bleiben unverändert, unabhängig vom Hersteller.

Kann ich die Solarbank Max AC selbst installieren?

Teilweise. Anker gibt an, dass eine Selbstinstallation unter bestimmten Voraussetzungen und nach den örtlichen Vorschriften möglich ist. In Deutschland liegt die Grenze für den reinen Plug-in-Betrieb bei 800 Voltampere. Für den vollen Betrieb als Heimspeicher und die volle Leistungsabgabe ist in der Regel eine Fachinstallation nötig.

Läuft bei einem Stromausfall mein ganzes Haus weiter?

Nein. Das Gerät schaltet in unter 10 Millisekunden um und liefert bis zu 3,68 kW, allerdings über eine Wechselstromsteckdose am Gerät. Das ist eine Notstromsteckdose und keine automatische Ersatzstromversorgung für das gesamte Hausnetz. Verbraucher, die weiterlaufen sollen, steckst du dort an oder lässt dafür einen eigenen Stromkreis legen.

Wie hoch ist der Wirkungsgrad der Solarbank Max AC?

Anker hat den Roundtrip-Wirkungsgrad bisher nicht veröffentlicht. Bei AC-gekoppelten Speichern wird beim Laden und beim Entladen gewandelt, der Wert liegt dort systembedingt niedriger als bei DC-Kopplung. Ohne Herstellerangabe oder unabhängige Messung lässt sich keine seriöse Zahl nennen.

Daniel Masuhr, Geschäftsführer der 1ASOL GmbH

Über den Autor

Daniel Masuhr

Geschäftsführer · 1ASOL GmbH

Im PV-Ratgeber schreibt er über Produktauswahl und Kaufberatung. Mehr über Daniel Masuhr

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