Marstek Venus E Max: 10-kWh-Plug-in-Speicher im Überblick

Marstek Venus E Max, AC-gekoppelter Plug-in-Stromspeicher mit 10 kWh Kapazität

Mit dem Marstek Venus E Max bringt Marstek den ersten Plug-in-Speicher mit 10 kWh Kapazität auf den Markt. Bisher standen die Venus-Modelle vor allem für kompakte Balkonspeicher rund um 5 kWh. Der Venus E Max verschiebt diese Grenze deutlich nach oben und rückt damit in einen Bereich, der sonst fest installierten Heimspeichern vorbehalten war, bleibt aber beim einfachen AC-Konzept zum Nachrüsten.

In diesem Ratgeber schauen wir uns an, was im Venus E Max steckt, welche technischen Daten er mitbringt und für welche Haushalte sich der Griff zur 10-kWh-Klasse lohnt. Außerdem ordnen wir ihn gegenüber den kleineren Modellen Venus E 3.0 und 4.0 ein.

💡 Das Wichtigste in Kürze

  • Der Marstek Venus E Max ist der erste Plug-in-Speicher der Reihe mit 10 kWh Kapazität.
  • Er liefert 3,6 kW bidirektionale Leistung und lädt und entlädt damit schneller als die 5-kWh-Modelle.
  • Der Notstrom stellt bis zu 3,6 kW bereit, die Umschaltung erfolgt in unter 10 ms.
  • Über die SmartBox lässt sich das System auf bis zu 30 kWh und 10,8 kW erweitern.
  • Die Einbindung erfolgt AC-gekoppelt, ohne Eingriff in den vorhandenen Wechselrichter.
  • Die LFP-Zellen sind auf über 10.000 Ladezyklen ausgelegt, Marstek gibt 10 Jahre Garantie.

Marstek Venus E Max im Überblick: Was steckt drin?

Der Marstek Venus E Max ist ein AC-gekoppelter All-in-One-Speicher, der Batterie, Wechselrichter und Energiemanagement in einem Gehäuse vereint. Mit 10 kWh Kapazität bietet er rund die doppelte Speichergröße der bekannten 5-kWh-Modelle und richtet sich damit an Haushalte, die abends und nachts spürbar mehr Solarstrom nutzen wollen.

Wie bei den kleineren Venus-Modellen erfolgt die Einbindung über die AC-Seite. Das heißt, der Speicher hängt am Hausnetz und braucht keinen Eingriff in den vorhandenen Wechselrichter. Wer bereits eine Photovoltaikanlage oder ein Balkonkraftwerk betreibt, kann den Venus E Max nachrüsten, ohne die bestehende Anlage umzubauen.

Ein wichtiger Unterschied zu den Einstiegsmodellen ist die höhere Leistung: Der Venus E Max liefert 3,6 kW bidirektional, lädt und entlädt also schneller und deckt auch stärkere Verbraucher ab. In Kombination mit den 314-Ah-LFP-Zellen und über 10.000 angegebenen Ladezyklen positioniert Marstek das Gerät als langfristige Lösung für die Eigenstromnutzung.

Kurz erklärt: AC-gekoppelt

AC-gekoppelt bedeutet, der Speicher wird stromseitig ins Hausnetz eingebunden und arbeitet unabhängig von deinem Solar-Wechselrichter. Ideal, um eine bestehende Anlage ohne Umbau nachzurüsten.

Technische Daten der Marstek Venus E Max

Die technischen Eckdaten zeigen, wo der Venus E Max seinen Schwerpunkt setzt: viel Kapazität, hohe Leistung und ein modularer Ausbau. Die folgende Übersicht fasst die wichtigsten Herstellerangaben kompakt zusammen.

Eigenschaft Angabe
Speicherkapazität 10 kWh
Batterietechnologie LFP mit 314-Ah-Zellen
Angegebene Ladezyklen über 10.000
Angegebene Lebensdauer bis 15 Jahre
Garantie 10 Jahre laut Hersteller
Bidirektionale Leistung 3,6 kW
Notstromleistung 3,6 kW
Umschaltzeit unter 10 ms
Maximale Erweiterung 30 kWh / 10,8 kW
Kopplung AC-gekoppelt
Schutzart IP65
Betriebsgeräusch unter 30 dB

Tabelle: Technische Daten der Marstek Venus E Max laut Herstellerinformationen.

Neben den reinen Kennzahlen setzt Marstek auf Komfortfunktionen: ein Display mit Millimeterwellen-Radar, das sich bei Annäherung automatisch einschaltet, ein magnetisches Cover zur Kabelabdeckung und eine Steuerung über die Marstek-App. Auch die Kompatibilität mit dem mobilen EV-Ladegerät von Marstek ist vorbereitet, sodass sich Heimspeicher und Fahrzeugladung in einem System kombinieren lassen.

10 kWh Plug and Play: Für wen sich der Speicher lohnt

Der Sprung auf 10 kWh ist vor allem dann sinnvoll, wenn dein Abendverbrauch spürbar über dem liegt, was ein 5-kWh-Speicher abdecken kann. Haushalte mit höherem Grundverbrauch, Wärmepumpe, größerem Kühlgerätepark oder Elektroauto profitieren davon, mehr Solarstrom in die Nacht zu verschieben.

Voraussetzung ist, dass deine PV-Anlage den Speicher auch regelmäßig füllen kann. Bei einem reinen Balkonkraftwerk mit zwei Modulen wird ein 10-kWh-Speicher an vielen Tagen nicht voll. Passender ist der Venus E Max deshalb für größere Balkonkraftwerke, für Anlagen auf dem Dach oder für alle, die perspektivisch erweitern wollen.

Wer noch unsicher ist, ob 5 oder 10 kWh besser passen, findet in unserer Übersicht der Marstek Batteriespeicher die gesamte Venus-Reihe im Vergleich. Als Faustregel gilt: Die Kapazität sollte zu deinem tatsächlichen Verbrauch und zur Erzeugung deiner Anlage passen, nicht einfach so groß wie möglich sein.

Beispiel: Solarstrom in den Abend verschieben

Verschiebst du mit dem Venus E Max an einem guten Tag 8 kWh Solarstrom in den Abend und rechnest mit 0,35 Euro pro kWh, sparst du rund 2,80 Euro täglich. Über ein Jahr mit etwa 220 ertragreichen Tagen ergibt das ungefähr 615 Euro.

Die tatsächliche Ersparnis hängt von deinem Verbrauchsprofil, deinem Strompreis und dem Ertrag deiner Anlage ab.

Notstrom und Erweiterung per SmartBox

Ein starkes Argument des Venus E Max ist die Notstromfunktion. Bei einem Stromausfall schaltet das System in weniger als 10 Millisekunden um und versorgt wichtige Verbraucher mit bis zu 3,6 kW weiter. Das reicht deutlich über den Grundbedarf hinaus und deckt neben Router, Kühlschrank und Beleuchtung auch stärkere Geräte ab.

Für wachsende Anforderungen lässt sich der Speicher über die SmartBox erweitern. Bis zu drei Einheiten arbeiten parallel und ergeben so eine maximale Kapazität von 30 kWh bei 10,8 kW Leistung. Dabei sind wahlweise ein- oder dreiphasige Konfigurationen möglich, was den Venus E Max auch für die Versorgung eines ganzen Hauses interessant macht.

Kapazitätsstufen im Überblick

Systemaufbau Kapazität Leistung
1 Venus E Max 10 kWh 3,6 kW
2 Einheiten 20 kWh 7,2 kW
3 Einheiten 30 kWh 10,8 kW

Tabelle: Ausbaustufen des Venus E Max über die SmartBox.

Damit unterscheidet sich der Venus E Max klar von einem einfachen Balkonspeicher: Er startet bereits mit hoher Kapazität und wächst bei Bedarf mit. Wer heute mit 10 kWh einsteigt, hält sich die Option offen, das System später ohne kompletten Neukauf auszubauen.

Venus E Max im Vergleich zu Venus E 3.0 und 4.0

Innerhalb der Venus-Reihe deckt jedes Modell einen anderen Bedarf ab. Die Venus E 3.0 und 4.0 sind kompakte AC-Speicher rund um 5 kWh, der Venus E Max spielt in der 10-kWh-Klasse. Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede.

Merkmal Venus E 3.0 / 4.0 Venus E Max
Kapazität rund 5 kWh 10 kWh
Leistung 2,5 bis 3 kW 3,6 kW
Notstrom bis 2,5 kW bis 3,6 kW
Max. Ausbau rund 15 kWh 30 kWh

Tabelle: Unterschiede zwischen Venus E 3.0 / 4.0 und Venus E Max.

Für kleinere Balkonkraftwerke und einen moderaten Abendverbrauch bleiben die Modelle Venus E 3.0 und 4.0 die passende Wahl. Wer mehr Kapazität, mehr Leistung und einen starken Notstrom sucht, greift zum Venus E Max. Wenn du die kleineren Modelle im Detail vergleichen willst, hilft dir unser Test der Venus E 3.0 sowie der Ratgeber zu den Unterschieden der Venus E 4.0.

Nachrüstung, Smart Meter und Nulleinspeisung

Wie alle AC-Speicher von Marstek wird der Venus E Max stromseitig ins Hausnetz eingebunden. Ein Smart Meter misst den Stromfluss im Haus und meldet dem Speicher in Echtzeit, wann Überschuss vorhanden ist. So lädt der Venus E Max bei Solarüberschuss und gibt den Strom wieder ab, sobald der Verbrauch die Erzeugung übersteigt.

Für die Nulleinspeisung ist ein kompatibles Smart Meter erforderlich. Der Venus E Max arbeitet mit Marstek-Metern sowie mit gängigen Geräten von Shelly und HomeWizard zusammen. Damit lässt sich einstellen, dass möglichst kein überschüssiger Strom ins öffentliche Netz fließt, was besonders bei niedrigen Einspeisevergütungen und Einspeisegrenzen relevant ist.

Weitere passende Geräte findest du in unserer Kategorie AC-Speicher. Beachte, dass für den Betrieb in Deutschland zusätzlich die Anmeldung im Marktstammdatenregister nötig ist. Die konkrete Inbetriebnahme läuft anschließend über die Marstek-App.

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  • Telefonisch erreichst du uns unter 05231 5681430 (Mo bis Fr, 9 bis 17 Uhr)
  • Garantieabwicklung über 10 Jahre, mit deutschsprachigem Ansprechpartner

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Unser Fazit zum Marstek Venus E Max

Der Marstek Venus E Max erweitert die Venus-Reihe nach oben und schließt die Lücke zwischen einfachem Plug-in-Speicher und fest installiertem Heimspeicher. Mit 10 kWh Kapazität, 3,6 kW Leistung, starkem Notstrom und der Erweiterung auf bis zu 30 kWh richtet er sich an Haushalte, die mehr wollen als einen reinen Balkonspeicher.

Für kleine Balkonkraftwerke bleibt ein 5-kWh-Modell die wirtschaftlichere Wahl. Wenn dein Verbrauch und deine Erzeugung aber zur größeren Kapazität passen, ist der Venus E Max eine durchdachte Lösung, die einfach nachzurüsten ist und mit deinem Bedarf mitwachsen kann.

Häufige Fragen zum Marstek Venus E Max

Wie viel Kapazität hat der Marstek Venus E Max?

Der Venus E Max bietet 10 kWh Speicherkapazität und ist damit rund doppelt so groß wie die 5-kWh-Modelle der Venus-Reihe. Über die SmartBox lässt er sich auf bis zu 30 kWh erweitern.

Kann ich den Venus E Max ohne Elektriker nachrüsten?

Der Venus E Max ist AC-gekoppelt und wird stromseitig ins Hausnetz eingebunden, ohne Eingriff in den vorhandenen Wechselrichter. Für die korrekte Nulleinspeisung ist ein kompatibles Smart Meter nötig, dessen Installation je nach Einbausituation Fachkenntnis erfordert.

Funktioniert der Venus E Max als Notstrom?

Ja. Bei einem Stromausfall schaltet der Speicher in weniger als 10 Millisekunden um und versorgt wichtige Verbraucher mit bis zu 3,6 kW weiter, etwa Router, Kühlschrank oder Beleuchtung.

Für wen lohnt sich der Venus E Max statt eines 5-kWh-Speichers?

Der Venus E Max lohnt sich, wenn dein Abendverbrauch hoch ist und deine PV-Anlage genug Strom liefert, um den Speicher regelmäßig zu füllen. Für kleine Balkonkraftwerke mit moderatem Verbrauch ist ein 5-kWh-Modell meist die passendere Wahl.

Welche Garantie gibt Marstek auf den Venus E Max?

Marstek gewährt 10 Jahre Herstellergarantie und gibt eine Lebensdauer von bis zu 15 Jahren an. Die LFP-Zellen sind auf über 10.000 Ladezyklen ausgelegt.

 

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