Anker SOLIX Batteriespeicher nehmen im Markt der Steckerspeicher eine Sonderrolle ein: Sie sind keine reinen Nachrüstspeicher, sondern nehmen Ihre Solarmodule direkt auf. Die aktuelle Solarbank 4 Pro E5000 bringt 5 kWh mit, lässt sich auf bis zu 30 kWh ausbauen und verbindet vier MPP-Tracker, einen 2.500-W-Notstromausgang und eine lokale Smart-Home-Anbindung in einem Gerät. Hinter der Marke steht mit Anker Innovations ein börsennotiertes Unternehmen, das seit 2011 Ladetechnik baut und seit 2023 unter SOLIX Energieprodukte anbietet. Auf dieser Seite finden Sie die Einordnung, für wen sich das lohnt und für wen nicht.

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Was die Solarbank von anderen Steckerspeichern unterscheidet

Die meisten Balkonspeicher am Markt sind AC-gekoppelt: Sie hängen zwischen Steckdose und Hausnetz und wissen nichts von Ihren Solarmodulen. Die Anker Solarbank geht einen anderen Weg und nimmt die Module direkt auf, über vier unabhängige MPP-Tracker mit zusammen bis zu 5.000 W. Damit entfällt der separate Mikrowechselrichter, und der Solarstrom geht ohne den Umweg über eine zusätzliche Wandlung in den Speicher. Sie können vier bis zwölf Module anschließen, auch mit unterschiedlicher Ausrichtung, weil jeder Tracker eigenständig regelt. Das macht die Solarbank interessant für Garagendach, Carport, Gartenhaus oder eine Ost-West-Aufständerung, wo klassische Balkonkraftwerke an ihre Grenzen kommen.

Solarbank 4 Pro E5000: die Eckdaten

Die Basiseinheit speichert 5.024 Wh in LiFePO4-Zellen und lässt sich mit bis zu fünf Erweiterungsakkus BP5000 auf rund 30 kWh ausbauen. Der Hersteller gibt 10.000 Ladezyklen und zehn Jahre Garantie an, die Produktlebensdauer ist auf 15 Jahre ausgelegt. Geladen wird nicht nur über die Module: Aus dem Netz nimmt das Gerät bis zu 2.500 W auf und ist damit in etwa zwei Stunden voll, was in Verbindung mit einem dynamischen Stromtarif interessant wird. Mit Schutzart IP66 und einer C5-Korrosionsschutzzertifizierung ist die Solarbank auch für küstennahe Standorte freigegeben, der Betriebsbereich reicht von -20 bis +55 °C mit integrierter Akkuheizung. Beachten Sie das Gewicht: Die Basiseinheit wiegt rund 50 kg, jeder Erweiterungsakku etwa 42 kg. Der Aufstellort sollte also vorher feststehen.

Wichtig für Deutschland: 800 VA und was darüber hinausgeht

Im steckerfertigen Betrieb über eine normale Schuko-Steckdose speist die Solarbank mit maximal 800 VA ins Hausnetz ein. Das entspricht der deutschen Grenze für Steckersolargeräte, und die Anmeldung im Marktstammdatenregister genügt. Technisch kann das Gerät deutlich mehr, nämlich bis zu 2.500 W, doch das ist dann kein Balkonkraftwerk mehr: Dafür braucht es einen eigenen, separat abgesicherten Stromkreis, den Anschluss durch eine Elektrofachkraft und die Anmeldung als reguläre Erzeugungsanlage beim Netzbetreiber. Wir sagen das bewusst deutlich, weil sich das Limit in der App zwar hochsetzen lässt, die rechtliche Verantwortung dabei aber beim Betreiber bleibt. Wenn Sie unsicher sind, welcher Weg für Ihre Situation passt, sprechen Sie uns vorher an. Hintergründe zur Anmeldung finden Sie in unserem Ratgeber Balkonkraftwerk Anmeldung.

Notstrom mit 2.500 W

Neben dem Netzanschluss hat die Solarbank einen separaten Ausgang, der bei einem Stromausfall weiterläuft. Mit 2.500 W versorgen Sie damit nicht nur Kühlschrank und Router, sondern auch größere Verbraucher. Die Umschaltung erfolgt laut Hersteller in unter 10 Millisekunden, sodass angeschlossene Geräte in der Regel nicht einmal neu starten. Wer stattdessen das komplette Hausnetz absichern möchte, braucht eine Backup Box in Verbindung mit einem Hybrid-Wechselrichter, das ist ein anderer Ansatz für eine andere Anlagengröße.

Der unterschätzte Vorteil: lokale Smart-Home-Anbindung

Bei vielen Steckerspeichern läuft die Steuerung ausschließlich über die Hersteller-Cloud, und Community-Integrationen können häufig nur lesen. Anker bietet für die Solarbank eine offizielle Home-Assistant-Integration an, die über Modbus TCP im lokalen Netzwerk arbeitet, also ohne Cloud und ohne Internetverbindung. Sie können damit Betriebsmodi umschalten und Leistungsgrenzen setzen, nicht nur Werte auslesen. Daneben werden Shelly-Geräte unterstützt. Für alle, die ihre Energie wirklich selbst steuern wollen, ist das derzeit einer der stärksten Punkte im Vergleich zum Wettbewerb. Ein Hinweis zur Ehrlichkeit: Das Smart Meter Gen 2 lässt sich Stand heute noch nicht in Home Assistant einbinden.

Das Anker SOLIX Smart Meter Gen 2

Für eine saubere Nulleinspeisung braucht der Speicher die Information, wie viel Strom das Haus gerade zieht. Das Smart Meter Gen 2 in der dreiphasigen Ausführung übernimmt das über Stromwandler direkt im Verteilerkasten und meldet die Werte an die Solarbank, die ihre Leistung in etwa drei Sekunden nachführt. Wichtig für deutsche Haushalte: Weil das Gerät selbst misst und nicht auf die sogenannte P1-Schnittstelle des Netzbetreiber-Zählers angewiesen ist, entfällt das Problem, das viele importierte Speichersysteme in Deutschland haben. Deutsche Zähler haben keine P1-Buchse. Achten Sie darauf, die dreiphasige Variante zu wählen, wenn Ihr Haus einen Drehstromanschluss hat, was der Normalfall ist. Die Montage auf der Hutschiene gehört in die Hände einer Elektrofachkraft. Weitere Messgeräte finden Sie unter Smart Meter.

Wo die Solarbank nicht führt

Der Round-Trip-Wirkungsgrad liegt nach unabhängigen Messungen bei etwa 82 Prozent (Quelle: energienerds, Juni 2026). Das ist solide, aber nicht die Spitze des Marktes, einzelne Wettbewerber erreichen 86 bis 88 Prozent. Auch beim Preis je Kilowattstunde gibt es günstigere Angebote, etwa den Marstek Venus E 3.0. Die Solarbank gewinnt nicht über diese beiden Zahlen, sondern über den direkten Modulanschluss, die Ausbaustufe bis 30 kWh, die Notstromleistung und die offene lokale Steuerung. Wenn Sie einen reinen Nachrüstspeicher für ein vorhandenes Zwei-Modul-Balkonkraftwerk suchen, ist die Solarbank 4 Pro überdimensioniert, das sagen auch die Testredaktionen deutlich. Schauen Sie in dem Fall besser in unsere Übersicht Balkonkraftwerk Speicher.

Was die Tests sagen

Die Solarbank 4 Pro wurde von mehreren Fachredaktionen geprüft. home&smart vergab im Juli 2026 die Note Sehr Gut mit 91 von 100 Punkten, ComputerBase sprach im selben Monat eine Empfehlung aus, energienerds bewertete mit 4,2 von 5 Sternen und hob besonders die präzise Nulleinspeisung hervor. Kritisiert wurden übereinstimmend das hohe Gewicht und die Tatsache, dass sich das System für kleine Balkonanlagen wirtschaftlich nicht rechnet. Eine Anmerkung zur Einordnung: Der häufig zitierte Stiftung-Warentest-Erfolg betrifft die Vorgängergeneration Solarbank 3, nicht die hier angebotene 4 Pro.

Anker SOLIX Batteriespeicher

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Bei 1ASOL erhalten Sie die Anker SOLIX Speicher zu fairen, tagesaktuellen Preisen mit schneller Lieferung. Es gilt die Herstellergarantie von Anker, zehn Jahre auf Solarbank und Erweiterungsakku sowie zwei Jahre auf das Smart Meter. Bei der Abwicklung von Garantiefällen unterstützen wir Sie mit deutschsprachigem Ansprechpartner. Sagen Sie uns, wie viele Module Sie anschließen möchten, wie hoch Ihr Abendverbrauch liegt und ob Sie einen dynamischen Stromtarif nutzen, dann sagen wir Ihnen ehrlich, ob die Solarbank die richtige Wahl ist. Eine Gesamtübersicht finden Sie unter Batteriespeicher und AC-Speicher.

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Wir stehen für klare Kommunikation, schnelle Reaktionszeiten und eine lösungsorientierte Betreuung, auch nach dem Kauf.

Worauf sollten Sie beim Kauf von Anker SOLIX Batteriespeicher achten?

Vor dem Kauf lohnt sich ein Blick auf einige zentrale Punkte.

Kapazität und Leistung

Die Kapazität sollte zu Ihrem Stromverbrauch und der Leistung Ihrer PV-Anlage passen. Zu klein speichert zu wenig, zu groß verursacht unnötige Mehrkosten.

Kompatibilität

Der Speicher muss zu Ihrem Wechselrichter passen. Prüfen Sie die Freigabe oder wählen Sie ein aufeinander abgestimmtes Set, bei dem alle Komponenten zusammenpassen.

Garantie und Lebensdauer

Achten Sie auf die Herstellergarantie und die Zyklenfestigkeit. Moderne LFP-Speicher sind auf viele Jahre und tausende Ladezyklen ausgelegt; die Werte stehen im Datenblatt.

Installation und Wartung

Die Installation eines Hochvolt-Speichers gehört in die Hände eines Fachbetriebs mit Erfahrung im jeweiligen System. Regelmäßige Wartung sichert die Leistung.

Häufig gestellte Fragen zu Anker SOLIX Batteriespeicher

Nein. Die Solarbank hat einen bidirektionalen Wechselrichter eingebaut und nimmt die Solarmodule direkt auf. Ein separater Mikrowechselrichter ist nicht nötig, anders als bei rein AC-gekoppelten Speichern, die hinter einem vorhandenen Wechselrichter arbeiten.

Vier bis zwölf Module mit zusammen bis zu 5.000 W verteilen sich auf vier MPP-Tracker. Weil jeder Tracker unabhängig regelt, dürfen die Module unterschiedlich ausgerichtet oder geneigt sein. Die Module werden parallel angeschlossen, nicht in Reihe.

Im steckerfertigen Betrieb über Schuko sind es 800 VA, das entspricht der Grenze für Steckersolargeräte. Mehr Leistung ist technisch möglich, erfordert dann aber einen eigenen Stromkreis, die Installation durch eine Elektrofachkraft und die Anmeldung als reguläre Erzeugungsanlage beim Netzbetreiber.

Die Basiseinheit hat 5.024 Wh. Mit bis zu fünf Erweiterungsakkus BP5000 erreichen Sie rund 30 kWh. Die älteren Akkus BP1600 und BP2700 aus den Vorgängergenerationen lassen sich ebenfalls weiterverwenden, das System erkennt Typ und Anzahl automatisch.

Der netzunabhängige Ausgang liefert bis zu 2.500 W, die Umschaltung erfolgt laut Hersteller in unter 10 Millisekunden. Damit lassen sich auch größere Verbraucher weiterbetreiben, nicht nur Kühlschrank und Router.

Für eine präzise Nulleinspeisung ja. Ohne Messung am Netzanschlusspunkt weiß der Speicher nicht, wie viel Strom Ihr Haushalt gerade zieht. Bei Drehstromanschluss wählen Sie die dreiphasige Variante, die Montage im Verteilerkasten übernimmt eine Elektrofachkraft.

Unabhängige Messungen kommen auf rund 82 Prozent Round-Trip-Wirkungsgrad. Das ist ein solider Wert im Mittelfeld, einzelne Wettbewerber liegen mit 86 bis 88 Prozent darüber. Rechnen Sie diesen Verlust in Ihre Wirtschaftlichkeitsbetrachtung ein.

Ja, und zwar über eine offizielle Integration von Anker, die lokal per Modbus TCP arbeitet, also ohne Cloud. Neben dem Auslesen von Werten lassen sich auch Betriebsmodi und Leistungsgrenzen steuern. Das Smart Meter Gen 2 ist derzeit noch nicht in Home Assistant eingebunden.

Es gilt die Herstellergarantie von Anker mit zehn Jahren auf Solarbank und Erweiterungsakku sowie zwei Jahren auf das Smart Meter. Bei der Abwicklung unterstützen wir Sie mit deutschsprachigem Ansprechpartner. Ihre gesetzlichen Gewährleistungsrechte bleiben unberührt.

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