HYXI Halo trifft Marstek Venus E 3.0: die Unterschiede

HYXI Halo und Marstek Venus E 3.0 AC-Speicher nebeneinander vor einem Wohnhaus

Mit dem HYXI Halo kommt ein modularer AC-Speicher auf den deutschen Markt, der beim Marstek Venus E 3.0 ansetzt: mehr Kapazität im Grundset, ein Turm statt mehrerer Geräte und deutlich mehr Lade- und Entladeleistung. Der Hersteller ist hierzulande noch weitgehend unbekannt.

Genau deshalb lohnt der genaue Blick. Wer ist HYXI, was steckt technisch drin, und was zeigen die ersten unabhängigen Praxistests im Vergleich zum meistverkauften AC-Speicher in unserem Shop? Dieser Artikel ordnet beide Systeme ein.


💡 Das Wichtigste in Kürze

  • Der HYXI Halo startet als Set mit 6.028 Wh und lässt sich auf rund 18 kWh aufstocken.
  • Der Marstek Venus E 3.0 bringt 5,12 kWh pro Gerät, der Ausbau läuft über weitere Geräte bis 15,36 kWh.
  • Bei der Nulleinspeisung liegt der Halo im Test von energienerds.de mit 0,031 kWh Summe deutlich vor dem Venus E 3.0 mit 0,5 kWh.
  • Schwachpunkt des Halo: ein gemessener Standby-Verbrauch von 9 W über das Stromnetz.
  • Beide speisen ab Werk mit 800 W ins Hausnetz ein und laufen über eine normale Steckdose.

Wer steckt hinter HYXI und was hat Leapmotor damit zu tun

HYXI ist der neue internationale Markenname des Herstellers Zhejiang Hyxi Technology Co., Ltd. mit Sitz im chinesischen Hangzhou, der bisher als HYXiPOWER auftrat. Das Unternehmen entwickelt und produziert Wechselrichter, private und gewerbliche Energiespeicher sowie digitale Energiemanagementsysteme. Nach eigenen Angaben hat HYXI inzwischen mehr als 500.000 Wechselrichter gefertigt und arbeitet weltweit mit über 1.000 Partnerunternehmen zusammen.

Interessant ist die Verbindung zum Elektrofahrzeughersteller Leapmotor. HYXI wird in offiziellen Leapmotor-Unterlagen als verbundenes Unternehmen geführt. Zwischen beiden Firmen bestehen Lieferbeziehungen für Batteriepacks, Komponenten und komplette Energiespeichersysteme. HYXI ist damit keine kurzfristig aufgesetzte Handelsmarke, sondern Teil einer industriellen Struktur rund um Leistungselektronik, Batterietechnik und Energiespeicherung.

Der Halo ist für HYXI trotzdem ein Schritt in ein neues Feld. Das Kerngeschäft lag bisher bei stationären Speichern und Hybrid-Wechselrichtern für komplette Hausinstallationen. Mit der Halo-Serie bringt der Hersteller diese Technik erstmals in ein steckerfertiges Format für Endkunden. Marstek ist in diesem Segment deutlich länger unterwegs und bei uns die umsatzstärkste Speichermarke, eine Übersicht findest du in der Marstek Batteriespeicher-Kollektion.

Was ein junger Marktauftritt praktisch bedeutet

Bei einem Speicher, der zehn Jahre laufen soll, zählt nicht nur das Datenblatt. Wichtig ist auch, wie sich die Software entwickelt und wer die Garantie abwickelt. Beim Halo ist die Hardware fertig, an der App arbeitet HYXI noch. Bei beiden Marken gilt die Herstellergarantie, die Abwicklung begleiten wir mit deutschsprachigem Ansprechpartner.

Speicherkapazität und Ausbau: 18 kWh gegen 15,36 kWh

Der HYXI Halo besteht aus einem Steuermodul mit integriertem Speicher von 3.014 Wh und gestapelten Erweiterungsbatterien derselben Größe. Das Set bei uns enthält das Steuermodul plus eine Erweiterungsbatterie und kommt damit auf 6.028 Wh. Angeschlossen werden können bis zu fünf Erweiterungsbatterien, macht maximal 18.084 Wh. Die Module werden gestapelt und über Steckverbinder gekoppelt, eine Neuverkabelung entfällt.

Der Marstek Venus E 3.0 arbeitet anders. Er ist ein geschlossenes Gerät mit 5,12 kWh, das sich nicht intern erweitern lässt. Wer mehr Kapazität braucht, stellt ein zweites oder drittes Gerät dazu. Laut Hersteller sind bis zu drei Geräte pro Phase möglich, im einphasigen Betrieb also 15,36 kWh.

Praktisch heißt das: Beim Halo wächst ein Turm, beim Venus E 3.0 wächst die Anzahl der Geräte. Der Halo braucht dafür weniger Stellfläche und nur eine Steckdose, der Marstek verteilt sich flexibler, wenn du ohnehin mehrere Standorte oder Phasen bedienen willst.

Ausbau HYXI Halo Marstek Venus E 3.0
Startkapazität 6.028 Wh 5.120 Wh
Modul bzw. Gerät 3.014 Wh 5.120 Wh
Maximal einphasig 18.084 Wh 15.360 Wh
Art des Ausbaus Module stapeln Geräte ergänzen

Tabelle: Ausbaustufen von HYXI Halo und Marstek Venus E 3.0 nach Herstellerangaben.

Leistung im Alltag: was die 3.000 W wirklich bedeuten

Hier lohnt eine genaue Unterscheidung, weil die Zahl 3.000 W leicht falsch verstanden wird. Sie beschreibt beim Halo die maximale Lade- und Entladeleistung der Batterie sowie die Leistung an der netzunabhängigen Steckdose. Sie steht erst zur Verfügung, wenn mindestens eine Erweiterungsbatterie verbaut ist, also ab der 6-kWh-Konfiguration. Ohne Erweiterungsbatterie sind es 1.500 W.

Für die Einspeisung ins Hausnetz gilt eine andere Zahl. Ab Werk sind das 800 W, der in Deutschland übliche Wert für steckerfertige Geräte. Über die App lässt sich der Wert auf 1.500 W anheben, laut Hersteller nur durch autorisiertes Personal und im Rahmen der örtlichen Vorschriften.

Beim Marstek Venus E 3.0 nennt der Hersteller eine AC-Nennleistung von 2,5 kVA und kurzzeitig bis 3,5 kVA über zehn Sekunden, die Einspeisung liegt ebenfalls bei 800 VA. Für den Alltag heißt das: Beim Laden aus einem großen Mittagsüberschuss und beim Betrieb von Geräten am Notstromausgang hat der Halo die Reserven, in der reinen Einspeisung ins Hausnetz sind beide gleichauf.

Warum mehr als 800 W nicht einfach in jede Steckdose gehören

Wer dauerhaft mit mehr als 800 W in einen bestehenden Stromkreis einspeist, kann die Leitungen in der Wand und die Steckkontakte unbemerkt überhitzen. Mehrfachsteckdosen sind für eine solche Dauerlast nicht ausgelegt. Über 800 W gehört deshalb ein eigener Stromkreis mit Festanschluss dazu, und den legt ein Elektriker. Für den Standardbetrieb mit 800 W reicht die normale Wandsteckdose.

Installation, Anschluss und Einspeisegrenze

Beide Speicher sind AC-gekoppelt und werden über eine normale Haushaltssteckdose angeschlossen. Ein Elektriker ist für die Aufstellung nicht nötig, an der bestehenden PV-Anlage oder am Balkonkraftwerk ändert sich nichts. Beim HYXI Halo liegt ein drei Meter langes Netzkabel bei, beim Marstek ein AC-Netzkabel mit Eurostecker.

HYXI Halo AC-Speicher wird im Hauswirtschaftsraum an eine normale Steckdose angeschlossen

Im Test von energienerds.de war der Halo nach rund fünfzehn Minuten eingerichtet: aufstellen, an eine geerdete Steckdose anschließen, App per Bluetooth und WLAN koppeln, Anlage anlegen, fertig. Für die Messung im Haus lassen sich Shelly-Klemmenmessgeräte der Typen PRO 3EM und PRO EM-50 einbinden.

Der Marstek Venus E 3.0 braucht für die korrekte Nulleinspeisung ebenfalls einen Smart Meter, etwa den Marstek CT002 oder ein Shelly-Gerät. Dazu kommen die Anmeldung im Marktstammdatenregister und die aktivierte GPS-Ortung in der App. Passende Messgeräte findest du unter Smart Meter, weitere Modelle in der AC-Speicher-Kollektion.

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Das Set aus Steuermodul und Erweiterungsbatterie ist sofort startklar: einstecken, App verbinden, fertig. Wir beraten dich vorab, welche Ausbaustufe zu deinem Verbrauch passt.

  • 6.028 Wh und 3.000 W Lade- und Entladeleistung
  • Später auf rund 18 kWh erweiterbar
  • Kostenloser Versand und deutschsprachiger Support

Zum HYXI Halo

Technische Daten im direkten Vergleich

Die wichtigsten Werte beider Systeme auf einen Blick, jeweils nach Herstellerangaben. Für den HYXI Halo gelten die Werte des Sets aus Steuermodul und einer Erweiterungsbatterie.

Merkmal HYXI Halo Marstek Venus E 3.0
Kapazität 6.028 Wh 5.120 Wh
Zelltechnologie LFP, kobaltfrei LiFePO4
Zyklen ab 10.000 über 6.000
Lade- und Entladeleistung 3.000 W 2,5 kVA
Einspeisung ab Werk 800 W 800 VA
Erweiterbar bis 18 kWh 15,36 kWh
Schutzart IP66 IP65
Selbstheizung ja nein
Löschsystem Aerosol, integriert keine Angabe
Gewicht 54 kg 58 kg
Garantie 10 Jahre 10 Jahre

Tabelle: HYXI Halo und Marstek Venus E 3.0 im technischen Vergleich.

Drei Punkte fallen auf. Der Halo liegt bei den angegebenen Zyklen deutlich höher, HYXI nennt über 10.000 Zyklen bei mindestens 60 Prozent Restkapazität und eine ausgelegte Lebensdauer von rund 15 Jahren. Er ist mit IP66 eine Stufe besser gegen Strahlwasser geschützt. Und er heizt sich bei Kälte selbsttätig auf den zulässigen Ladetemperaturbereich auf, was der Marstek nicht tut.

Beim Thema Sicherheit geht HYXI weiter als üblich: Verbaut sind ein Batteriemanagement aus dem Automotive-Bereich mit aktivem Zellbalancing, eine flammhemmende Isolierung, getrennte thermische Zonen und ein Aerosol-Löschsystem, das bei starker Überhitzung oder Kurzschluss selbsttätig auslöst. Beim Marstek stehen dafür mehr Schnittstellen zur Verfügung, neben WLAN und Bluetooth auch RS485 und LAN.

Praxiswerte: Nulleinspeisung, Wirkungsgrad und Standby

Datenblätter sagen wenig darüber, wie ein Speicher im Haushalt tatsächlich arbeitet. Das Portal energienerds.de hat den HYXI Halo deshalb über mehrere Tage gemessen und ihn mit 3,9 von 5 Punkten bewertet. Die interessantesten Ergebnisse betreffen die Nulleinspeisung, den Wirkungsgrad und den Standby-Verbrauch.

Nulleinspeisung: die klare Stärke

Bei einem nächtlichen Test über sechs Stunden zog der Halo 0,018 kWh aus dem Netz und speiste 0,013 kWh ein, zusammen also 0,031 kWh. Je niedriger dieser Wert, desto präziser regelt der Speicher auf null. Der Marstek Venus E 3.0 kam im selben Testaufbau auf 0,3 kWh Import und 0,2 kWh Export, zusammen 0,5 kWh.

Speicher Import und Export Bewertung
HYXI Halo 0,031 kWh sehr präzise
Zendure SolarFlow 2400 AC+ 0,031 kWh sehr präzise
Jackery SolarVault 3 Pro Max 0,056 kWh gut
Marstek Venus E 3.0 0,5 kWh durchschnittlich

Tabelle: Summe aus Import und Export im sechsstündigen Nulleinspeisungs-Test von energienerds.de, niedriger ist besser.

Der Unterschied ist deutlich, in der Summe rund Faktor 16. Auch mit einem Quooker im Haus, der über den Tag verteilt kurze Leistungsspitzen abruft, blieb der Halo bei 0,066 kWh Import und 0,031 kWh Export über sechs Stunden. Wer eine echte Nulleinspeisung anstrebt und den Speicher danach nicht mehr anfassen will, bekommt hier ein sauber arbeitendes System.

Wirkungsgrad: hier liegt der Marstek vorn

Die gemessene Round-Trip-Effizienz des Halo liegt bei 80 Prozent, ermittelt über vier vollständige Zyklen mit jeweils 800 W Lade- und Entladeleistung. Der Marstek Venus E 3.0 kommt in derselben Übersicht auf 83 Prozent. Bei geringer Last im reinen Eigenverbrauchsbetrieb sinkt der Wert beim Halo auf 70 bis 75 Prozent, was allerdings für alle Heimspeicher gilt: Je niedriger die Leistung, desto stärker fallen die festen Verluste ins Gewicht.

Wichtig zur Einordnung: Die vom Hersteller genannten Wirkungsgrade liegen meist höher, weil sie sich auf den Wandler beziehen und nicht auf den kompletten Zyklus aus Laden und Entladen. Die Round-Trip-Effizienz ist der ehrlichere Wert für die Praxis.

Standby-Verbrauch: der Schwachpunkt

Hier schneidet der Halo unterdurchschnittlich ab. Im Test wurde ein konstanter Verbrauch von 9 W über das AC-Kabel gemessen. Zum Vergleich: Andere AC-Speicher liegen im Standby über das Stromnetz häufig zwischen 0 und 4 W. Vollständig ausgeschaltet zeigte auch der Halo nach 24 Stunden keinen messbaren Verlust.

Beispiel: Was 9 W Standby im Jahr kosten

9 W über 8.760 Stunden ergeben rund 79 kWh im Jahr. Bei einem Strompreis von 0,35 Euro je Kilowattstunde sind das etwa 28 Euro jährlich, die der Speicher für sich selbst verbraucht.

Relativieren lässt sich das dadurch, dass ein Teil dieser Energie in den Speicher fließt und ein aktiv geregelter Speicher ohnehin nur selten wirklich im Leerlauf steht. Für einen Haushalt mit ordentlichem Solarüberschuss fällt der Betrag gegenüber der Ersparnis kaum ins Gewicht. Wer den Speicher aber monatelang ungenutzt stehen lässt, sollte ihn vollständig ausschalten.

Wärme und Geräusch

Nach zwei Stunden Laden mit 800 W bei 15 °C Umgebungstemperatur lag die höchste gemessene Gehäusetemperatur bei 39 °C an der Rückseite, alle anderen Messpunkte darunter. Für ein passiv gekühltes System sind das gute Werte. Der Geräuschpegel stieg nicht über 30 dB, hörbar ist im Betrieb nur das einmalige Klicken des Relais beim Start eines Lade- oder Entladevorgangs.

App, Notstrom und Anbindung an Fremdsysteme

Die HYXI-App bietet mehrere Betriebsarten: den Eigenverbrauchsmodus für die Nulleinspeisung, einen benutzerdefinierten Modus mit Zeitplänen und einstellbarem Mindestladestand, einen Backup-Modus mit Notstromreserve, einen Zeitplan-Modus mit bis zu sechs Zeitfenstern pro Tag sowie einen KI-Modus und einen VPP-Modus.

Beim KI-Modus gibt es allerdings noch Luft nach oben. Er arbeitet bislang nur mit den reinen Börsendaten, ohne die Aufschläge des eigenen Anbieters und ohne die Wandlungsverluste einzurechnen. In der Praxis braucht es damit einen Preisunterschied von 15 bis 20 Prozent, damit sich ein Zyklus überhaupt lohnt. Wer einen dynamischen Tarif optimal ausreizen will, arbeitet vorerst besser mit dem Zeitplan-Modus.

Stark ist dagegen die netzunabhängige Steckdose am Steuermodul. Sie liefert bis zu 3.000 W Dauerleistung mit einer Anlaufreserve von 3.600 W für 200 Millisekunden und schaltet bei einem Netzausfall innerhalb von 20 Millisekunden um. Das reicht für Kühlschrank, Gefriertruhe, Router oder Kaffeemaschine. Zusätzlich lässt sich über diesen Ausgang ein Mikrowechselrichter anschließen, sodass der Speicher auch im Inselbetrieb weiter aus Solarmodulen lädt.

Smart-Home-Anbindung: noch im Aufbau

Eine offizielle Home-Assistant-Integration gibt es für den Halo noch nicht. Aktuell existiert eine von einem Entwickler aus der Community gepflegte Cloud-Integration, die für den Halo noch nicht vollständig funktioniert. HYXI hat angekündigt, den Halo in die eigene Cloud-API aufzunehmen und in der zweiten Jahreshälfte 2026 eine offizielle Integration bereitzustellen. Wer heute schon eine tiefe lokale Einbindung braucht, sollte das einplanen.

Für wen sich welcher Speicher eignet

Der HYXI Halo passt, wenn dir eine präzise Nulleinspeisung wichtig ist, wenn du absehbar über 10 kWh hinauswachsen willst oder wenn du hohe Lade- und Entladeleistung brauchst. Auch für den Außenbereich und für kalte Standorte spricht er durch IP66 und die Selbstheizung. Beim Preis je Kilowattstunde spielt er seine Stärke vor allem in den größeren Ausbaustufen aus, weil sich das Steuermodul auf mehr Kapazität verteilt.

Der Marstek Venus E 3.0 bleibt die sichere Wahl, wenn du einen breit erprobten Speicher mit großer Nutzerbasis willst, wenn dir der etwas bessere Wirkungsgrad wichtiger ist als die letzte Watt-Genauigkeit bei der Regelung, oder wenn du den Speicher über RS485 und LAN in ein eigenes System einbinden möchtest. Auch wer bei rund 5 kWh bleiben will, fährt damit gut.

Beide Geräte lösen dasselbe Grundproblem: Sie verschieben Solarstrom vom Mittag in den Abend, ohne dass du an der bestehenden Anlage etwas ändern musst. Wie viel das bei dir bringt, hängt vom Verbrauchsprofil und vom Strompreis ab. Wie AC-Speicher generell funktionieren, erklären wir im Artikel AC Speicher nachrüsten.

Vor der Bestellung prüfen

Kläre drei Punkte vorab: Wie hoch ist dein Abend- und Nachtverbrauch, wie viel Überschuss liefert deine Anlage mittags, und brauchst du eine Notstromfunktion. Diese drei Antworten legen Speichergröße und Modell fest. Eine Gesamtübersicht findest du in der Kategorie Batteriespeicher.

Fazit zum HYXI Halo

Der HYXI Halo ist ein ernst zu nehmender Marktstart. Modularer Aufbau bis rund 18 kWh, 3.000 W an der Notstromsteckdose, IP66, Selbstheizung und ein integriertes Löschsystem sind Werte, die man von einem neuen Namen nicht selbstverständlich erwartet. Die gemessene Nulleinspeisung gehört zum Besten, was aktuell im Markt zu finden ist. Abzüge gibt es beim Wirkungsgrad, beim Standby-Verbrauch und bei der noch unfertigen Smart-Home-Anbindung.

Der Marstek Venus E 3.0 bleibt die etablierte Alternative mit dem etwas besseren Wirkungsgrad, der größeren Nutzerbasis und mehr Schnittstellen. Kurz gesagt: Wer Reserven nach oben, präzise Regelung und Notstrom will, greift zum Halo. Wer einen erprobten Standard sucht und bei rund 5 kWh bleibt, ist mit dem Venus E 3.0 gut bedient.

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Häufig gestellte Fragen

Wer steckt hinter der Marke HYXI?

HYXI ist der internationale Markenname von Zhejiang Hyxi Technology Co., Ltd. aus Hangzhou, zuvor bekannt als HYXiPOWER. Das Unternehmen baut Wechselrichter, Energiespeicher und Energiemanagementsysteme und hat nach eigenen Angaben über 500.000 Wechselrichter gefertigt. In offiziellen Unterlagen des Elektroautoherstellers Leapmotor wird HYXI als verbundenes Unternehmen geführt.

Was ist der Unterschied zwischen HYXI Halo und Marstek Venus E 3.0?

Der Halo startet mit 6.028 Wh und lässt sich durch Aufstapeln weiterer Batterien auf rund 18 kWh erweitern, der Venus E 3.0 bringt 5,12 kWh pro Gerät und wächst durch zusätzliche Geräte bis 15,36 kWh. Der Halo regelt die Nulleinspeisung im Test von energienerds.de deutlich präziser, der Marstek erreicht dafür einen etwas besseren Wirkungsgrad und bietet mehr Schnittstellen.

Wie hoch ist der Standby-Verbrauch des HYXI Halo?

Im Praxistest von energienerds.de wurde ein konstanter Verbrauch von 9 W über das Netzkabel gemessen. Das entspricht rund 79 kWh im Jahr und liegt über dem, was vergleichbare AC-Speicher benötigen. Vollständig ausgeschaltet zeigt das System nach 24 Stunden keinen messbaren Verlust.

Was leistet die Notstromsteckdose des HYXI Halo?

Der separate netzunabhängige Ausgang liefert bis zu 3.000 W Dauerleistung mit einer Anlaufreserve von 3.600 W für 200 Millisekunden. Bei einem Netzausfall schaltet das System innerhalb von 20 Millisekunden um. Über diesen Ausgang lässt sich zusätzlich ein Mikrowechselrichter anschließen, sodass der Speicher auch im Inselbetrieb weiter aus Solarmodulen lädt.

Funktionieren beide Speicher auch im Winter draußen?

Beide sind für einen Betriebsbereich von -20 °C bis +55 °C freigegeben. Der HYXI Halo ist nach IP66 geschützt und heizt sich bei Kälte selbsttätig auf den zulässigen Ladetemperaturbereich auf. Der Marstek Venus E 3.0 ist nach IP65 geschützt und hat keine Selbstheizung, bei sehr niedrigen Temperaturen sinkt dort die Lade- und Entladeleistung.

 

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